Wir entwickeln #topteams: Mit Hochdruck Lebensmittel schonend konservieren
Besondere Leistung sichtbar machen. Erfolge und Innovationen feiern. Und die Kolleg:innen, die das ermöglichen. Mit #topteams stellen wir Teams aus unserer Unternehmensgruppe vor, die uns voranbringen. Heute: Unser #topteam von Uhde High Pressure Technologies.
Worum geht es?
In Quakenbrück betreibt thyssenkrupp Uhde ein Center für die Hochdruckbehandlung von Lebensmitteln. Das Center erhielt in Rekordzeit eine wichtige Zertifizierung.
Was soll das?
Durch die Zertifizierung ist für die Kunden aus der Lebensmittelbranche sichergestellt, dass sie nach der Hochdruckbehandlung bessere und sichere Lebensmittel erhalten.
Was bringt das?
Das Vertrauen in die Sicherheit der HPP-Technologie führt zu stabilen Kundenbeziehungen und perspektivisch zu einer Verbesserung der Marktposition von Uhde High Pressure Technologies.
Früher wurde Fleisch mit viel Salz haltbar gemacht, Obst und Gemüse wurden wortwörtlich zu Mus gekocht. Dabei gingen wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Heute nutzt man dazu ein viel schonenderes Verfahren: die Hochdruckbehandlung (HPP). Die Lebensmittel werden einem Druck von 6.000 bar ausgesetzt und so haltbar gemacht. Aber: Wer es effizient einsetzen will, braucht eine Zertifizierung nach dem weltweiten Standard für Lebensmittelsicherheit (IFS). Unser #topteam aus Dr. Jasna Ivanovic (Qualitätsmanagementbeauftragte/Vertrieb), Sergej Dimmel (Qualitätsmanagementbeauftragter/Produktion), Christian Myland (CEO) und Boris Brockhaus (Vertrieb) hat diese international und vor allem in der EU hoch angesehene Zertifizierung für das Center in Quakenbrück in nur sechs Monaten umgesetzt – ein Drittel schneller als im Regelfall.
Was habt ihr als Team erreicht?
„Das International Featured Standard (IFS) Global Markets Food (Mittelstufe) ist weltweit anerkannt und gilt vor allem in der EU als sehr hoch angesehener Standard für Lebensmittelsicherheit. Anfangs hätten wir nie gedacht, dass wir diese hohe Hürde in sechs Monaten überwinden würden. Aber nachdem wir uns zusammengesetzt und die einzelnen Schritte besprochen hatten, wurde uns klar: Als Team schaffen wir das. Jeder wusste, was zu tun war. Diese Zertifizierung ist für uns ein strategischer Meilenstein.“
Wie habt ihr das gemeinsam erreicht?
„Wir ziehen alle an einem Strang – und haben uns ständig ausgetauscht. Wir haben viel miteinander geredet und waren immer bereit, vom jeweils anderen zu lernen. So konnten wir das Wissen aus verschiedenen Fachbereichen kombinieren und nutzen. Außerdem hat uns das Kernteam in Quakenbrück viel Input gegeben und wir wurden in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und -qualität geschult. Mit der Zeit wurden wir so ein stärkeres Team.“
Der Prozess der Hochdruckbehandlung (HPP) von Lebensmitteln
Im HPP-Zentrum in Quakenbrück werden Lebensmittel mit Hochdruck haltbar gemacht. Betreiber ist thyssenkrupp Uhde High Pressure Technologies.
Was bedeutet eure Leistung für thyssenkrupp?
„Ein Lebensmittelsicherheits-Qualitätssystem in unserem Unternehmen einzuführen, geht natürlich nicht mit einem Fingerschnippen. Im Januar 2021 war das HPP Center in Quakenbrück zugelassen worden. Wir hatten also schon mit der Hochdruckbehandlung gestartet. Aber ohne IFS waren unsere Kunden auf teure und aufwändige Lieferantenaudits angewiesen. Daher war unser Ziel klar: Die Marktchancen innerhalb der Lieferketten verbessern und die formalen Zugangsanforderungen erfüllen. Das haben wir geschafft. Unsere Kunden bekommen jetzt bessere und sicherere Lebensmittel – und das Vertrauen von deren Endkunden ist gesteigert. Eine Win-Win-Situation! Für uns heißt Engineering, dass wir als Team unsere HPP-Technologie kontinuierlich weiterentwickeln. Wir arbeiten daran, sie in noch mehr Bereichen anwenden zu können – und sie noch besser zu machen. So können wir den Marktanforderungen von morgen gerecht werden.“
So funktioniert die Hochdruckpasteurisierung (HPP) von Lebensmitteln
Das HPP-Zentrum in Quakenbrück wurde im 2021 zugelassen und ist das deutschlandweit größte Zentrum zur Hochdruckpasteurisierung von Lebensmitteln. Errichtet hat es Uhde High Pressure Technologies (HPT). Es hat eine Kapazität von bis zu 26 Tonnen Lebensmitteln am Tag. Das Verfahren ist nach einem der wichtigsten Standards für Lebensmittelsicherheit weltweit zertifiziert. Das Einzugsgebiet für das Zentrum sind neben Deutschland die BeNeLux-Staaten sowie unsere nördlichen und östlichen Nachbarländer.
Produkte in flexibler und wasserdichter Verpackung werden in Kunststoffkörben in einen Hochdruckbehälter befördert. Dann wird Wasser in den Behälter gefüllt und unter einen Druck von 6.000 bar gesetzt. Der Druck wirkt gleichmäßig auf das Lebensmittel und unabhängig von Größe, Geometrie sowie Zusammensetzung. Er hinterlässt keine offensichtliche Quetschwirkung auf die Produkte. Der hohe isostatische Druck inaktiviert lebensmittelbedingte Mikroorganismen und Verderbniserreger in wenigen Minuten.
Da Hochdruck viele lebensmittelschädigende Organismen eliminiert und Mikroorganismen deaktivieren kann, werden Zerfallsprozesse verlangsamt und in einigen Fällen sogar verhindert. Aromen und Vitamine hingegen bestehen aus sehr kleinen Molekülen und gehören nicht zur Gruppe der schwachen Bindungen. Sie werden nicht beschädigt und bleiben intakt. Die Hochdruckpasteurisierung hat sich besonders bei Obst- und Fleischprodukten bewährt. Aussehen und Konsistenz bleiben nach der Behandlung unverändert.
Pastöse oder feste Lebensmittel, die unter Vakuum verpackt sind (Wurstwaren, trockengepökelte, gekochte Fleischprodukte, Käse, Meeresfrüchte, marinierte Produkte, RTE, Dips, Soßen),
feste Lebensmittel in Plastikbechern oder Beuteln (Obstkonfitüren, Marmeladen, Kompotte, Pürees) und flüssige Lebensmittel in Plastikflaschen (Milchprodukte, Obst- und Gemüsesäfte, bioaktive Getränke).
Wir gratulieren dem #topteam von Uhde zu dieser tollen Leistung und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg!
Bist auch du Teil eines #topteams? Dann schreib uns eine E-Mail. Wir freuen uns, eure Erfolge gemeinsam zu feiern!