Ferdinand Wieland macht die Automobilindustrie grüner

Steckbrief Ferdinand Wieland

  • Geboren 1980 in Ellwangen (Baden-Württemberg)

  • Studium zum Betriebswirt an der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie

  • Seit Oktober 2018 bei der thyssenkrupp AG, seit Januar 2020 als Senior Vice President Procurement and Supply Management Automotive Technology

  • Vor seinem Wechsel zu thyssenkrupp in unterschiedlichen Leitungsfunktionen im Automotive-Einkauf bei Unternehmen wie ZF, Bosch und Benteler tätig

Es kann durchaus sein, dass ein in Deutschland genutztes Fahrzeug Bauteile enthält, die in Asien gekauft und in Nordamerika verbaut wurden.“

Ferdinand Wielandüber die Schwierigkeit der Kontrolle von Lieferwegen im Zuge der Globalisierung

Mit fokussierten Lokalisierungsprojekten sorgen wir dafür, dass unsere Lieferant:innen dort produzieren, wo unser eigener Bedarf besteht. So entfallen lange Transportwege und damit auch CO2-Emissionen.“

Ferdinand Wielandüber den Ansatz, die Produktion näher an die Absatzmärkte heranzurücken

Wer einen Job sucht, in dem die Aufgaben fest strukturiert sind, bei dem der Alltag einem gleichen Schema folgt und Aufgaben allein zu lösen sind, wird bei uns nicht glücklich. Wer aber Abwechslung in der Themenvielfalt mag und neue Lösungen für Herausforderungen in interdisziplinären Teams entwickeln möchte, ist bei uns genau richtig!“

Ferdinand Wieland über das, was die Arbeit bei thyssenkrupp Automotive Technology im Kontext von Nachhaltigkeit so reizvoll macht.

Wir sindFerdinand Wieland macht die Automobilindustrie grüner

In der Serie #GreenJobs stellen wir Kolleg:innen vor, die mit ihrer Arbeit zum Klimaschutz und der Reduzierung von Emissionen beitragen. So wie Ferdinand Wieland. Ferdinand sorgt als Senior Vice President Procurement & Supply Management bei thyssenkrupp Automotive Technology dafür, dass auch in der Lieferkette die CO2-Emissionen sinken.

  • Worum geht es?)

    Ferdinand Wieland steuert als Senior Vice President Procurement & Supply Management bei thyssenkrupp Automotive Technology den Einkauf auf weltweiter Ebene. In seiner Funktion arbeitet er daran, auch die Lieferketten des Segments in Richtung Klimaneutralität zu entwickeln.

  • Was soll das?

    Güterströme und Produktionsprozesse sind in der Automobilindustrie weltweit vernetzt. Das erschwert die Kontrolle der Lieferketten. Ferdinand setzt auf Maßnahmen in den eigenen Werken, um die Nachhaltigkeitsbilanz zu verbessern und arbeitet darüber hinaus mit den Lieferant:innen daran, gemeinsam das Ziel CO2-Neutralität zu erreichen.

  • Was bringt es?

    Kontinuierliche Verbesserung an den eigenen Fertigungsstandorten, zum Beispiel durch den Zukauf von Grünstrom bzw. Grünstromzertifikaten, und den Lieferketten sind die Voraussetzung dafür, die CO2-Emmission ganzheitlich zu reduzieren, damit die grüne Transformation gelingt.

Ferdinand Wielands Mission ist klar: die Lieferketten von thyssenkrupp Automotive Technology vollständig klimaneutral aufstellen. Dabei geht es um viel mehr als bloße Transportwege: Wie sind die Produkte beschaffen? Werden recycelte Materialien genutzt? Gibt es alternative Rohstoffe oder Fertigungsverfahren? Diesen Fragen stellt sich der Experte täglich.

Ferdinand Wieland ist als Senior Vice President für Procurement & Supply Management bei thyssenkrupp Automotive Technology dafür zuständig, dass Lieferketten nachhaltiger werden.

Auf wem Weg zur Klimaneutralität

thyssenkrupp legt in allen Segmenten großen Wert darauf, Nachhaltigkeit in Lieferketten sicherzustellen. Insbesondere die ökologische Dimension hat im Zuge des Klimawandels an Bedeutung gewonnen. Und es gibt viel Handlungsbedarf: Denn ein Auto und seine Komponenten bestehen zu einem Großteil aus Stahl und Aluminium. Beide Rohstoffe sind sehr energieintensiv in der Herstellung. Die Umstellung der klassischen Stahlproduktion hin zu CO2-neutralen Herstellungsverfahren ist eine große Herausforderung. „Nicht zu vergessen ist auch die zunehmende Vernetzung der Fahrzeuge, die einen hohen Einsatz von Elektronikbauteilen mit sich bringt“, erklärt Ferdinand. „Diese emittieren pro Tonne mehr CO2 als alle anderen verwendeten Rohstoffe.“

Hinzu kommt die Globalisierung der Automobilindustrie. Die weltweit vernetzten Güterströme und Produktionsprozesse erschweren die ganzheitliche Kontrolle der Lieferketten – und damit die Reduzierung von Emissionen: „Es kann durchaus sein, dass ein in Deutschland genutztes Fahrzeug Bauteile enthält, die in Asien gekauft und in Nordamerika verbaut wurden“, erklärt der Senior Vice President Procurement & Supply Management.

In kleinen Schritten zum Ziel

Ferdinand und seine Kolleg:innen gehen die Herausforderungen sukzessive in kleinen, lokalen Projekten an: „Mit fokussierten Lokalisierungsprojekten sorgen wir dafür, dass unsere Lieferant:innen dort produzieren, wo unser eigener Bedarf besteht. So entfallen lange Transportwege und damit auch CO2-Emissionen.“ Außerdem hat das Team eine Kommunikationsstrategie erarbeitet, die auch Lieferant:innen für das gemeinsame Ziel, CO2-neutral zu werden, sensibilisieren soll.

Der größte Hebel, um die Nachhaltigkeitsbilanz des Automobilzulieferers zu verbessern, bleiben kurzfristig aber die rund 90 eigenen Werke und Standorte weltweit. „Hier haben wir bereits eine Vielzahl an vielversprechenden Aktivitäten gestartet und schon erfolgreich umgesetzt. So versorgen wir seit diesem Jahr mehr als 40 Standorte zu 100 % mit Grünstrom. Sukzessive bauen wir die Nutzung erneuerbarer Energien weltweit aus“, erklärt Ferdinand. Im Einkauf unterstützt das Team diese Maßnahme durch die Umstellung der Verträge auf Grünstrom oder dem Zukauf sogenannter Herkunftsnachweise.

Von Lenksystemen bis hin zu Antrieb- und Fahrwerkskomponenten – im Auto basieren fast alle Bauteile auf energieintensiven Werkstoffen. Eine enorme Herausforderung für nachhaltiges Lieferkettenmanagement.

Nachhaltigkeit zum Beruf machen

Was Ferdinand für seine tägliche Arbeit motiviert? „Wir haben nur einen Planeten. Nachhaltige Lieferketten sind der Schlüssel dazu, diesen Planeten zu schützen und dem Klimawandel entgegenzuwirken.“ Daran mitarbeiten zu können, macht für ihn den besonderen Reiz an seinem Job aus. Für Berufseinsteiger:innen, die keine Herausforderung scheuen und etwas bewegen wollen, sieht er im Kontext nachhaltiger Lieferketten daher attraktive Chancen: „Wer einen Job sucht, in dem die Aufgaben fest strukturiert sind, bei dem der Alltag einem gleichen Schema folgt und Aufgaben allein zu lösen sind, wird bei uns nicht glücklich. Wer aber Abwechslung in der Themenvielfalt mag und neue Lösungen für Herausforderungen in interdisziplinären Teams entwickeln möchte, ist bei uns genau richtig!“

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